Redmine vs. Salesforce

Wir denken aufgrund unserer Aufgaben viel über Softwarelösungen nach, mit denen sich Teams browserbasiert steuern lassen. Dies ist ein Vergleich zwischen Salesforce und Redmine. Der Fokus liegt auf den Anforderungen an ein CRM-System auf der einen Seite und einem flexiblen Projektmanagement-System auf der anderen Seite.

Vorteile von Salesforce gegenüber Redmine

  • Besser geeignet für CRM: Salesforce ist primär auf Kundenbeziehungsmanagement spezialisiert und bietet umfassende CRM-Funktionalitäten.
  • Starke Integrationsmöglichkeiten: Salesforce unterstützt viele Drittanbieter-Integrationen und eine breite Auswahl an Add-ons im AppExchange.
  • Umfassende Berichterstattung: Salesforce bietet detaillierte Analyse- und Reporting-Tools, die speziell für Vertriebs- und Kundenmanagement optimiert sind.
  • Skalierbarkeit: Salesforce ist für Unternehmen jeder Größe geeignet und bietet flexible Cloud-Lösungen für wachsende Anforderungen.
  • Support und Updates: Salesforce bietet durch den Enterprise-Ansatz regelmäßige Updates, Support und eine große Nutzer-Community.

Nachteile von Salesforce gegenüber Redmine

  • Schlechter geeignet für Projektmanagement: Salesforce ist kein natives Projektmanagement-Tool; zusätzliche Add-ons oder Anpassungen sind nötig.
  • Kostenintensiv: Salesforce ist oft teurer als Redmine, insbesondere für kleinere Unternehmen oder bei erweiterten Funktionen.
  • Komplexere Benutzeroberfläche: Die Vielzahl an Funktionen kann für einfache Projektmanagement-Aufgaben zu komplex und unübersichtlich sein.

Vorteile von Redmine gegenüber Salesforce

  • Besser geeignet für Projektmanagement: Redmine ist ein dediziertes Projektmanagement-Tool mit Fokus auf Aufgaben- und Zeitmanagement.
  • Kostenlos und Open-Source: Redmine ist lizenzkostenfrei und kann flexibel an spezifische Anforderungen angepasst werden.
  • Flexibilität in der Anpassung: Da Redmine Open-Source ist, können spezifische Funktionen einfacher und kostengünstiger angepasst werden.
  • Einfache Benutzeroberfläche für PM: Für reine Projektmanagement-Zwecke ist Redmine oft intuitiver und weniger überladen.

Nachteile von Redmine gegenüber Salesforce

  • Schlechter geeignet für CRM: Redmine hat keine integrierten CRM-Funktionen und ist daher weniger geeignet für Kunden- und Vertriebsprozesse.
  • Weniger Integrationen: Redmine hat weniger Integrationsmöglichkeiten mit anderen Softwarelösungen, insbesondere im CRM-Bereich.
  • Keine direkten Verkaufs- und Berichtsfunktionen: Für Vertriebsberichte und -analysen fehlen die tiefen Funktionen, die Salesforce bietet.
  • Weniger regelmäßige Updates und Support: Redmine-Updates sind abhängig von der Community und können weniger stabil sein als bei Enterprise-Lösungen wie Salesforce.

Zusammenfassung

  • Salesforce eignet sich besser für komplexe, CRM-lastige Szenarien mit umfassender Kundenverwaltung bei starker Integration in andere Geschäftsanwendungen.
  • Redmine ist ideal für Aufgaben- und Projektmanagement und kostengünstiger, wenn der Fokus auf reiner Projektverwaltung und Kollaboration liegt.

Die Systeme haben also beide ihre Vor- und Nachteile. Das bringt einen zu der Frage, ob man beides haben kann. Auch darüber haben wir nachgedacht.


  • Kundenspezifische Projekte und Aufgaben:
    Automatisches Anlegen von Aufgaben in Redmine basierend auf neuen Verkaufschancen oder Kundenanforderungen in Salesforce. Dies kann nützlich sein, um eine klare Verbindung zwischen Kundenanfragen und internen Projekten zu schaffen.
  • Status-Updates:
    Übertragen von Statusaktualisierungen aus Redmine an Salesforce, um Vertriebsteams auf dem Laufenden zu halten, wenn wichtige Meilensteine in Projekten erreicht werden, die sich auf den Kunden auswirken.
  • Zentralisierte Zeiterfassung und Berichterstattung:
    Synchronisierung von Zeit- und Aufwandsdaten aus Redmine in Salesforce, um die Produktivität und Aufwandskosten in Kundenberichten abzubilden.
  • Kundenspezifische Tickets:
    Automatisches Erstellen von Support-Tickets oder Projekt-Tickets in Redmine bei bestimmten CRM-Ereignissen (z.B. Kundenanfragen, Beschwerden oder Produktproblemen).

Vorgehensweise zur Implementierung

  • Ziele der Integration festlegen:
    Definieren Sie zuerst, welche Informationen zwischen den Systemen synchronisiert werden sollen und welche Workflows optimiert werden sollen (z.B. Übermittlung von Lead-Informationen, Projekterstellung, Aufgabenstatus).
  • API-Zugang einrichten:
    Nutzen Sie die Salesforce REST API und die Redmine REST API. Legen Sie API-Token oder OAuth für die Authentifizierung an. Beide Systeme bieten gut dokumentierte APIs für Lese- und Schreibzugriffe.

Ob man eventuell mit nur Redmine auskommen kann erfährt man, wenn man über das Mapping der Datenstrukturen nachdenkt!


  • Salesforce-Kunde → Redmine-Projekt
  • Salesforce-Opportunity → Redmine-Aufgabe
  • Redmine-Aufgabenstatus → Salesforce-Status-Update für das Vertriebsteam

Wenn man trotzdem die Systeme vernetzen möchte, dann wäre dies die Vorgehensweise:


  • Webhooks und Automatisierung einrichten:
    Erstellen Sie in Salesforce und Redmine Webhooks, um automatisierte Updates zu ermöglichen. So wird sichergestellt, dass Änderungen (z.B. neue Aufgaben oder Statusänderungen) sofort synchronisiert werden.
  • API-Endpunkte und Skripte entwickeln:
    Implementieren Sie Skripte oder eine Middleware, die die Daten zwischen den Systemen verschiebt. Node.js, Python oder Integrationsplattformen wie Zapier und Integromat können hier nützlich sein.
  • Fehlermanagement und Monitoring implementieren:
    Fügen Sie eine Fehlerbehandlung hinzu, die beispielsweise bei Synchronisationsproblemen Benachrichtigungen versendet. Logs helfen dabei, Probleme schnell zu erkennen und zu beheben.
  • Testing und Deployment:
    Testen Sie den Workflow in einer Entwicklungsumgebung, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind, bevor Sie die Integration produktiv schalten.
  • Dokumentation und Schulung:
    Stellen Sie sicher, dass alle beteiligten Teams die Integration verstehen und nutzen können. Erstellen Sie Dokumentationen und führen Sie Schulungen durch, um den Nutzen der Integration zu maximieren.

Wir haben uns nach einer Testphase für „nur Redmine“ entschieden. Wir haben Redmine so „aufgeplustert“, dass wir Salesforce nicht brauchen. Wir haben dabei aber auch die Grenzen unserer Vorgehensweise sehr gut kennengelernt, und bieten uns gern mit unserer Beratungskompetenz als Dienstleister bei unseren Kunden und Lieferanten an.


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